Die Energiewende meistern

Die Energiewende stellt uns vor große Herausforderungen. Der Umstieg von nuklearen und fossilen Energieträgern hin zu den Erneuerbaren Energien muss unter Berücksichtigung der Versorgungssicherheit, des Klimaschutzes, der Bezahlbarkeit, der Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplatzsicherheit erfolgen. Bayern war und ist ein starker Wirtschaftsstandort – und das muss er auch bleiben.

Mit einem durchdachten Mix aus Solarenergie, Wind, Wasserkraft, Geothermie und die stärkere Nutzung von Biogas und Biomasse wollen wir herkömmliche Kraftwerke nach und nach vollständig ersetzen.

Gerade aber die nördliche Oberpfalz wird nicht bei Null beginnen. Viele Kommunen und Bürger investieren bereits in den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Schon früh haben auch findige Mittelständler aus unserer Region die Zeichen der Zeit erkannt und sich in diesem Bereich teilweise weltmarktführende Kompetenzen erarbeitet. Auch im Bereich Lehre und Forschung sind wir bereits auf einem guten Weg:

An der Hochschule Amberg-Weiden wird seit dem Jahr 2008 mit „Erneuerbare Energien" ein neuer Studiengang angeboten, verankert in der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik in Amberg. Im Rahmen des Studiums werden neben den klassischen Energiewandlungs-prozessen insbesondere CO2-neutrale Technologien wie z.B. die Nutzung von Solar-, Wind- und Bioenergie intensiv behandelt. Das ATZ Entwicklungszentrum in Sulzbach-Rosenberg ist ein kompetenter Forschungspartner und Knowhow-Träger im Bereich der Energieforschung. Seit 1990 entwickelt das ATZ Entwicklungszentrum wirtschaftsnahe Konzepte und Verfahren zur Bereitstellung und zum Einsatz von Energie, Rohstoffen und Materialien.

Bis 2022 ist das Ende der Kernkraft in Deutschland besiegelt. Es liegt nun an uns, den Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung zu fördern und auszubauen. Wir müssen unterstützen, finanzielle Anreize schaffen und bürokratische Hürden beseitigen und vor allem die Bürger vor Ort einbinden.

Viele energiepolitische Entscheidungen werden direkte Auswirkungen auf den Alltag und das Umfeld vieler Bürgerinnen und Bürger haben. Das zeigt sich insbesondere bei der Diskussion um den Ausbau des Stromnetzes. Deshalb müssen gerade auch bei der Abwägung der einzelnen energiepolitischen Ziele, aber auch bei der Verwirklichung neuer Kraftwerke und Stromleitungen die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert und eingebunden werden. Ziel ist eine möglichst unmittelbare und transparente Beteiligung von Betroffenen an Entscheidungsprozessen von Beginn an.