Basaltabbau: CSU fordert ergebnisoffene Prüfung und faire Diskussion

Hohe Wellen geschlagen hat die Vorstellung der weiteren Abbaupläne im Basaltwerk am Teichelberg. „In Zeiten des demographischen Wandels ist der Einsatz aller Verantwortlichen notwendig, um qualifizierte Arbeitsplätze wie auf dem Teichelberg in Pechbrunn zu erhalten”, so der CSU Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Reiß. Man erwarte, dass das vorgelegte Erweiterungskonzept der Basalt AG ergebnisoffen geprüft und fair diskutiert werde.

Der CSU Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Tobias Reiß, Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und der Mitterteicher Bürgermeister und stellvertretende CSU Kreisvorsitzende Roland Grillmeier haben sich mit den Plänen intensiv auseinander gesetzt und waren dabei, als die Basalt AG den Vorschlag zur weiteren Basaltgewinnung am Teichelberg der Presse vorstellten.  „Wir unterstützen die Anliegen der Gemeinde Pechbrunn, der im Betrieb beschäftigten Menschen und der Basalt AG”, so auch der stellvertretende CSU Kreisvorsitzende Roland Grillmeier.

Die Firma hat ihre Pläne bezüglich der weiteren Abbauflächen vorgelegt und ein fundiertes naturschutzfachliches Ausgleichskonzept erarbeitet. Dieser arbeitsintensive Prozess hat sich über viele Jahre hingezogen. Man erwarte nun, dass diese Pläne ergebnisoffen geprüft werden. Vonseiten des Naturschutzes könne man auch den Einsatz für die hier lebenden Menschen in einer Zeit des Wandels erwarten. Natur und Waldflächen gibt es in großer Menge im Landkreis, was fehlt sind vor allem sichere Arbeitsplätze.

Die Vertreter vom Bund Naturschutzes erklären, dass es sich um einen einmaligen Vorgang handeln würde, wenn nach dem zweiten Weltkrieg in Bayern ein Naturschutzgebiet aufgehoben wird und befürchten, dass dies womöglich Schule machen wird. „Niemand will das die Aufhebung von Naturschutzgebieten vereinfacht wird, aber es muss zwischen den Belangen des Naturschutzes, der Arbeitsplätze und der Gewinnung eines hochwertigen Rohstoffes abgewogen werden", so Reiß.

Seit mehr als 100 Jahren wird in Pechbrunn Basalt abgebaut. Millionen wurden hier in die vorhandene Infrastruktur investiert. Der Basalt in Pechbrunn ist nahezu einmalig in Bayern und der Betrieb ist einer der letzten wirtschaftlichen Standbeine von Pechbrunn. Lange bevor das Naturschutzgebiet Ende der 90er Jahre ausgewiesen wurde gab es Basaltabbau im Stiftland.


Aus diesem Grund erwartet die CSU den Einsatz der Regierungspräsidentin für eine von beiden Seiten annehmbare Lösung. Die Drohung mit dem Klageweg ist hier nicht hilfreich. Auch das Umwelt- und Wirtschaftsministerium sind hier gefordert einen Weg zu finden.

In Zeiten des verstärkten Ausbaus der erneuerbaren Energien ist Umweltminister Markus Söder bereit, Naturschutzgebiete als Standortfläche für Windkraftanlagen zur Verfügung zu stellen. Auch der Naturschutz ist bereit Teile unserer Kulturlandschaft für Windkraft zu nutzen. „In Zeiten knapper Rohstoffe muss die Diskussion erlaubt sein, ob wir nicht auch Naturschutzflächen zur Gewinnung von Rohstoffen und Bodenschätzen zur Verfügung stellen,” so der stellvertretende CSU Kreisvorsitzende Roland Grillmeier. Die Vertreter der CSU werden sich für ein faires und ergebnisoffenes Verfahren einsetzen und erwartet  Kompromissbereitschaft von allen Seiten zum Wohl unserer Region.