10.06.2026

Holetschek: „Bayern ist Gründerland Nummer 1 in Deutschland – Modellregionengesetz ausweiten“

Die CSU-Fraktion hat sich mit Lea Frank, Co-Founder und CEO von „anybill“ und Sprecherin für Bayern im Bundesverband der Deutschen Startups e.V. über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Szene ausgetauscht und dabei einen Fünf-Punkte-Plan vorgestellt.



Der CSU-Fraktionsvorsitzende Klaus Holetschek unterstreicht:
„Bayern ist und bleibt Gründerland Nummer 1 in Deutschland. Wir haben die besten politischen Rahmenbedingungen für Gründer geschaffen und bleiben damit mit Abstand das Bundesland mit den meisten Neugründungen, deutlich vor Nordrhein-Westfalen und Berlin. Wir gehen jetzt die nächsten Schritte: Über das neue Modellregionengesetz sollten wir auch Gründerschutzzonen für Produkttests und Prototypen etablieren. Die Antrags- und Genehmigungsverfahren in den Kommunen wollen wir vereinfachen und sie damit beim Aufbau einer Fastlane für Startups unterstützen.“

Der digitalpolitische Sprecher Dr. Stefan Ebner fordert:
„785 bayerische Neugründungen im vergangenen Jahr sprechen für sich. Wir schaffen damit neue, hoch technologisierte Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Wir müssen unsere Startups mit dem Mittelstand vernetzen und den Datenschutz auf ein sinnvolles Niveau anpassen, wie es zum Beispiel die skandinavischen Länder tun. Um weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir die vorhandenen Potenziale besser nutzen.“

Kerstin Schreyer, die wirtschaftspolitische Sprecherin der CSU-Fraktion, betont:
„Wir müssen fördern und priorisieren: Der Bund muss regulatorische Vereinfachungen und steuerliche Anreize liefern. Dazu müssen wir unseren eigenen Nachwuchs fürs Unternehmertum begeistern, bürokratische Hürden abbauen und schnelle Ansprechpartner in den Behörden zur Verfügung stellen. Nicht zuletzt muss sich auch etwas in unseren Köpfen ändern: Gründern sollte mehr Wertschätzung entgegengebracht werden, statt Unternehmer ins schlechte Licht zu rücken.“

Maximilian Böltl, Vorsitzender der AG Junge Gruppe der CSU-Fraktion, betont:
„Bayern hat riesiges Potenzial, um das Venture-Capital-Volumen von aktuell 3,3 auf 10 Milliarden Euro zu verdreifachen. Dafür muss der Bund aber mehr steuerliche Anreize setzen, wie es zum Beispiel Großbritannien macht. Unsere Leitlinie ist klar: Gründer müssen Vorfahrt haben, Vergaben müssen noch stärker für Gründer geeignet sein. Bei der Digitalisierung der Behörden und der Integration von KI-Agenten muss der Freistaat noch mehr auf heimische Startups setzen.“

Daniel Artmann, stellv. Vorsitzender der AG Junge Gruppe der CSU-Fraktion, ergänzt:
„Unser Ziel ist klar: Bayern soll von der Nummer 1 in Deutschland zum Spitzenreiter in Europa werden. Mit den Erkenntnissen aus dem Startup Council und unserem Fünf-Punkte-Plan schaffen wir dafür die Grundlage – mehr Wachstumskapital, weniger Bürokratie, innovationsfreundliche Vergaben und Unternehmertum schon im Klassenzimmer. Entscheidend ist, dass wir unser starkes Gründer-Ökosystem besser vernetzen: Zentrale Steuerung und regionale Stärke müssen zusammenwirken, damit Gründer nicht nur in München, sondern in ganz Bayern durchstarten können. So schaffen wir neue Wirtschaftskraft und echte Perspektiven in der Fläche."