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10.06.2026 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Erfolgreicher bayerischer Weg

Fast 600 Jungwissenschaftler promovieren an bayerischen THs, HAWs und kirchlichen Hochschulen

Mehr Chancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern: Dies hat ein Bericht des Staatsministeriums im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst deutlich gemacht. Der Bericht war auf Antrag des Arbeitskreises Wissenschaft und Kunst der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag erfolgt.



Traditionell konnte in Bayern ein Doktortitel nur durch Universitäten oder in kooperativen Promotionen zwischen HAWs und Universitäten vergeben werden. Seit Inkrafttreten des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes im Jahr 2023 haben aber nun auch Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Technische Hochschulen und kirchliche Hochschulen das Recht, begabte Absolventen in neu gebildeten Promotionszentren zu promovieren. Zu diesem Zweck wurde ein qualitätsgesichertes Verfahren eingeführt, das unter dem Vorsitz einer Expertenkommission unter dem ehemaligen Präsidenten der DFG Matthias Kleiner schlank und bürokratiearm aufgesetzt wurde.

Die Hochschulen haben diese Möglichkeit in hohem Umfang genutzt. Inzwischen wurden in ganz Bayern 22 Promotionszentren in allen vorhandenen Forschungsfeldern gebildet: von den Ingenieur-, über Wirtschafts-,  Sozial-, und Gesundheitswissenschaften bis hin zu Agrarwissenschaften und Informatik. 597 Doktoranden sind inzwischen aufgenommen worden. Die Doktorarbeiten beschäftigen sich mit autonomem Fahren, neuen Materialien bis hin zur Biodiversität. Insgesamt  562 Professorinnen und Professoren sind als Doktorväter und -mütter daran beteiligt. Nur fünf Doktoranden haben bislang ihre Doktorarbeit abgebrochen, meist um direkt in ein Unternehmen zu wechseln.

„Unser Ziel war es einen Doktor light in Bayern zu verhindern. Dies ist uns gelungen: Unser eigener qualitätsgesicherter bayerischer Weg hat sich bewährt“, betont Arbeitskreis-Vorsitzender Dr. Stephan Oetzinger.